Q U A N T I C O
  

16-03-06 - In 2005 stieg der Umsatz der Deutschen Post um 3,3 % auf 44,6 Mrd EUR. Das EBIT verbesserte sich um 25 % auf 3.75 Mrd EUR. Der Unternehmensbereich MAIL bleibt mit 54 % Anteil am operativen Gewinn (noch) die tragende Säule im Konzern. Die Dominanz des Briefgeschäftes schwindet aber stetig. Durch Expansion ins Ausland konnte MAIL Rückgänge im nationalen Bereich kompensieren. Die Bereiche LOGISTIK und FINANZ (Postbank) konnten mit zweistelligen Zuwächsen überzeugen. Die Baustelle im Unternehmen bleibt das Expressgeschäft - besonders in den Vereinigten Staaten. Hier haben Unzulänglichkeiten am DHL-Drehkreuz Wilmington im US-Bundesstaat Ohio etwa 6 Prozent Umsatz gekostet. Da sich die Platzhirsche UPS und FEDEX mit allen Mitteln gegen den aggresiven Newcomer wehren, wird die Post keine operativen Gewinn/Verlust-Kennzahlen für das US-Geschäft mehr ausweisen. Auf den Firmenwert der Region EXPRESS Americas wurden 434 Mio EUR abgeschrieben. Der Konzerngewinn stieg trotzdem auf 2.2 Mrd Euro. Die Dividende wird um ein Drittel auf 70 Cent erhöht. Der Vorstand von Deutsche Post World Net plant bis 2009 eine Steigerung des Konzern-EBIT auf mindestens 5 Mrd EUR. Die verteilung der Erträge sehe dann etwa so aus: BRIEF (2), EXPRESS (1), LOGISTIK (1) und FINANZ (1). Für 2006 erwartet man einen Konzernumsatz von 60 Mrd und ein EBIT von mindestens 3,7 Mrd EUR. Selbst dieser moderate Ausblick erscheint durchaus ambitioniert, da die Integrationskosten für Exel nicht unwesentlich sein werden.

DEUTSCHE POST 2005 ... Vgl. zu 2004
Umsatz44,594 Mrd EUR3 %
EBIT MAIL2,03 Mrd EUR-2 %
EBIT EXPRESS11 Mio EUR-91 %
EBIT LOGISTICS315 Mio EUR73 %
EBIT POSTBANK790 Mio EUR10,6 %
Konzern-EBIT3,75 Mrd EUR25 %
operativer CF1,657 Mrd EUR-36 %
Überschuss2,235 Mrd EUR40 %
EPS1,99 EUR38 %
Steuerquote19,8 %-0,4 Punkte
Eigenkapital10,7 Mrd EUR47,8 %
Bilanzsumme36,55 Mrd EUR23,3 %
Eigenkapitalquote29,3 %4,9 Punkte

 
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