Q U A N T I C O
  

11.08.05 - Der weltweite Schmierstoffverbrauch war im ersten Halbjahr 2005 leicht rückläufig. Entgegen dem Trend konnte Fuchs Petrolub seinen Umsatz um 4,9 % gegenüber 2004 auf 575,7 Mio EUR steigern. Das interne Wachstum betrug 4,5 %. Die enormen Preissteigerungen auf der Beschaffungsseite wurden durch effizientere Kostenstrukturen, einen verbesserten Produktmix und Verkaufspreiserhöhungen überkompensiert. Alle Regionen konnten ihre EBIT-Marge steigern oder wie in Amerika zumindest halten. Das EBIT im Gesamtunternehmen konnte deshalb um 37 % gesteigert werden. Selbst auf bereinigter Basis (vor Firmenwertabschreibungen) legte das EBIT um über 24 % zu. Das Ergebnis nach Fremdanteilen erreichte nach 6 Monaten 30,4 Mio EUR (+65 %). Je Stammaktie verdiente man 1,28 EUR und je Vorzugsaktie 1,31 EUR. Für Q3 geht der Vorstandsvorsitzende Stefan Fuchs von weiter steigenden Rohstoffpreisen aus, was eine erhöhte Mittelbindung zur Folge hat und den operativen Cashflow belastet. Die Fokussierung auf hochwertige Schmierstoffe bzw. Spezialitäten wird fortgesetzt. In 2005 wird das Ergebnis (ex Firmenwertabschreibungen) deutlich über dem des Vorjahres liegen.

Q2/2005 * Veränderung zu Q2/2004
Umsatz300,7 Mio EUR6,6 %
operatives Ergebnis31,8 Mio EUR19 %
EBIT32,3 Mio EUR50 %
Ergebnis nach Fremdanteilen17,6 Mio EUR85 %
EPS Stämme0,74 EUR54 %
EPS Vorzüge0,76 EUR52 %
Bilanzsumme676,6 Mio EUR7,1 %
Eigenkapital189 Mio EUR18 %
Eigenkapitalquote27,9 %2,48

 

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11.08.05 - An den vorgelegten Zahlen gibt es vielleicht bis auf eine Ausnahme kaum etwas zu beanstanden. Der Umsatz stieg in den ersten 6 Monaten gegenüber 2004 um beachtliche 16 % auf 28,4 Mrd EUR. Das Adjusted EBIT stieg um 7 % auf 4,297 Mrd EUR. Beim Konzernüberschuss – nach Steuern und nach Anteilen Konzernfremder – konnte E.ON mit 3 Mrd EUR das hohe Vorjahresniveau um nochmals 7 % übertreffen. Je Aktie entspricht dies einem Gewinn von 4,59 EUR (4,29 EUR). Der operative Cashflow aus den fortgeführten Aktivitäten verbesserte sich um 5 % auf 2,86 Mrd EUR. Einzig die Konzernsparte Pan-European Gas enttäuschte. Die Umsätze stiegen zwar mit 29 % am stärksten, aber das Ebit verschlechterte sich um 8 % auf 803 Mio EUR. Maßgeblich für diese Verschlechterung waren die kontinuierlich steigenden Heizölpreise. Die Einkaufspreise für Erdgas folgen dem Heizölpreisniveau schneller als die Verkaufspreise. Kein Wunder, denn der Preis für das Barrel der Rohölsorte Brent liegt mit aktuell 59 Dollar um etwa 80 % über dem Durchschnitt des ersten Halbjahres 2004.

Unter Einbeziehung der voraussichtlich in Q3 bilanzierten Buchgewinne aus dem Verkauf von Viterra und Ruhrgas Industries ist E.on´s Netto-Finanzposition praktisch ausgeglichen. Aufgrund der guten Liquiditätsausstattung von etwa 12 Mrd EUR hat man sich entschieden die Pensionsrückstellungen für die deutschen Gesellschaften in Höhe von 5,4 Mrd EUR in einen Pensionstrust auszugliedern. Die damit verbundene Auflösung von Rückstellungen werden die Bilanzsumme verkürzen und mittelfristig die Eigenkapitalquote erhöhen. Mit der Dotierung des so genannten CTA-Modells werden die entsprechenden Finanzierungsmittel zweckgebunden für die Erfüllung von Pensionsverpflichtungen eingesetzt. E.ON wird kurzfristig mit der Umsetzung beginnen und den Prozess in 2006 abschließen. Damit wurde auch eine gute Lösung gefunden um den Ausschüttungs-Begehrlichkeiten einiger kurzfristig orientierter Aktionärsgruppen zu begegenen. Die Prognose für das Gesamtjahr wurde angehoben. Das Ebit wird auch 2005 über dem des Vorjahres liegen.

Q2/2005 * Veränderung zu Q2/2004
Umsatz12,5 Mrd EUR19,5 %
Ergebnis fortgeführter Aktivitäten1,488 Mrd EUR13 %
EPS fortgeführter Aktivitäten2,25 EUR12,5 %
Bilanzsumme120 Mrd EUR5,3 %
Eigenkapital ex Minderheiten32 Mrd EUR8,7 %
Eigenkapitalquote ex Minderheiten26,6 %0,87

 
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