Q U A N T I C O
  

18.04.05 - Adhoc - Im März 2004 hat die DEPFA BANK plc den Verkaufsprozess ihrer 100%-igen Toch­ter Deutsche Pfandbriefbank AG eingeleitet. Keines der eingegangenen Kaufangebote hat jedoch dem inneren Wert der Pfandbriefbank für die DEPFA Gruppe entsprochen. Das Board of Directors der DEPFA BANK plc ist deshalb zu dem Entschluss gekommen, dass ein Verkauf nicht im Interesse der Aktionäre ist. Die DEPFA Gruppe bleibt damit in der Struktur, in der sie seit ihrer Bildung im Jahr 2002 äußerst erfolgreich war. Sie wird das Geschäft mit den deutschen Kunden durch ihre Frankfurter Filiale, wie bisher geplant, weiter ausbauen. Durch die ständige Ausweitung der Produktpalette sowie durch die geografische Expansion wird die DEPFA Gruppe in der Lage sein, im Geschäftsjahr 2006 einen Jahresüberschuss von bis zu 600 Mio € nach Steuern zu erzielen.

Kommentar: Das Management hat eine persönliche Fehleinschätzung zugegeben und korrigiert. Wir glauben: Eine richtige Entscheidung! Die Deutsche Pfandbriefbank ist etabliert und profitabel. Wenn ihr auch die große Wachstumsfantasie fehlt, so bringt sie doch Kontiniuität ins Geschäft der Depfa Bank.

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08.04.05 - Der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub konnte seinen Jahresumsatz im abgelaufenen Geschäftsjahr um währungsbereinigt 5% auf 1,096 Mrd EUR steigern. Das interne Wachstum lag bei 6,7%. Der Auslandsanteil am Umsatz stieg auf 76 %. Die Region Asien/Afrika wuchs mit währungsbereinigt 10% auf 192 Mio EUR am stärksten.
Das operative Ergebnis stieg um 15,2% auf 107,4 Mio EUR. Die operative Marge erreichte 9,8 %, nach 9,0 % im Vorjahr. Die Umsatzrendite stieg auf 3,7 % (3,0). Die Eigenkapitalrentabilität lag bei 26,7% (26,7). Das Eigenkapital stieg um 17,7% auf 155,9 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote verbesserte sich damit auf 25,4%. Der operative Cashflow fiel um 5% auf 84,7 Mio EUR, da man überproportional Schulden tilgte. In 2004 kaufte Fuchs das unter der Marke WYNN´S geführte französische Industrieschmierstoffgeschäft von Parker Hannifin. In China übernahm man die restlichen Anteile (34,5%) an der FUCHS LUBRICANTS (Hefei). In Belgien wurde das kleine Spezialitätenschmierstoffgeschäft der CONTIVEMA BV erworben. Dagegen verkaufte Fuchs die Beteiligungen ETABLISSEMENTS PRATE S.A., FRAGOL SCHMIERSTOFF GMBH + CO. KG und die LUBRICANT CONSULT GMBH. Der Gewinn je Vorzugsaktie legte von 4,21 auf 5,04 EUR zu. Die Dividende steigt von 1,73 auf 1,83 EUR. Für 2005 rechnet das Management unter Führung von Stefan Fuchs mit steigenden Vormaterialpreisen und anhaltend starkem Wettbewerb. Trotzdem sollte der Nettogewinn allein aufgrund wegfallender Firmenwertabschreibungen zulegen. Der operative Cashflow soll sich weiter positiv entwickeln, begleitet von einem unverändert sparsamen Kapitaleinsatz.

Kommentar: Für 2005 rechnen wir aufgrund geringerer Wachstumsdynamik mit einem EPS von 5,9 und 2006 von 6,12 EUR. Im Zuge des angekündigten Schuldenabbaus sollte sich die Bilanzstruktur weiter verbessern und Spielraum für moderate Dividendensteigerungen eröffnen.
 
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