Q U A N T I C O
  

30.04.05 - In Q1 konnte die Deutsche ihre Erträge gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 6,9 % auf 6,583 Mrd EUR steigern. Das Nachsteuerergebnis verbesserte sich um 17 % auf 1,1 Mrd EUR. Die Eigenkapitalrendite lag bei beachtlichen 30 %. Der Ertrags- und Ergebniszuwachs wurde fast ausschließlich im Ausland erzielt. Die Erträge bei Corporate and Investment Bank (CIB) stiegen um 13,5 % auf 4,5 Mrd EUR. Natürlich kam die Rentenhausse der Bank gelegen. Um 30 % legten die Erträge aus Verkauf und Handel von Schuldtiteln zu. Die Erträge aus Sales & Trading (Debt und sonstige Produkte) erreichten eine Rekordhöhe von 2,4 Mrd EUR. Im Beratungs- (M&A) und Emissionsgeschäft stiegen die wechselkursbereinigten Erträge um 16 %. Das Privat-, und Unternehmenskundengeschäft blieb einmal mehr hinter den Wachstumszielen zurück. Die Erträge bei Private Clients and Asset Management (PCAM) stagnierten bei 2,045 Mrd EUR. Der Anteil von Problemkrediten konnte von 4,2 % auf 3,3% zurückgeführt werden. Die Risikovorsorge sank damit weitere 60 Mio auf 81 Mio EUR. In Q1 wurden Restrukturierungsaufwendungen in Höhe von 168 Mio EUR gebucht. Die operative Kostenbasis stieg aufgrund höherer Boni um 3 % auf 4,5 Mrd EUR.

Q1/2005 * Veränderung zu Q1/2004
Zinsüberschuss1,44 Mrd EUR3,5 %
Provisionsüberschuss2,33 Mrd EUR-2,9 %
Handelsergebnis2,4 Mrd EUR18,5 %
Beteiligungsergebnis242 Mio EUR6,1 %
sonstige Erträge153 Mio EUR62 %
Bilanzsumme900 Mrd EUR7,25 %
Eigenkapital26,8 Mrd EUR3,47 %
Kernkapital Tier 120,8 Mrd EUR10 %
Kernkapitalquote9,2 %von 8,6 %
EPS2,09 EUR25 %

 

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28.04.05 - Die Rhön Klinikum AG steigerte den Umsatz in Q1/05 gegenüber dem vergleichbaren Vorjahreszeitraum um 37 % auf 340,7 Mio EUR. Konkret resultieren 88,4 Mio EUR Umsatzzuwachs aus konsolidierten Klinikübernahmen und 3,5 Mio EUR aus internem Wachstum. Aufgrund der geringeren Wirtschaftlichkeit der neuen Kliniken fiel der EBIT-Anstieg mit 14,5 % auf 34 Mio EUR unterproportional aus. Die EBIT-Marge fiel deshalb von 11,9 auf 10 %. Der operative Cashflow legte um 14,7 % auf 37,3 Mio EUR zu. Unterm Strich blieb ein Quartalsgewinn von 21,1 Mio EUR über (+14,7%).

Das Patientenwachstum lag im ersten Quartal bei 65,2 %. In den Konzernkliniken wurden 233.788 Patienten behandelt. Die Mitarbeiterzahl stieg um 48 % auf 20.381. Der durchschnittliche Fallerlös fiel um 17,1 % auf 1.457 EUR und folgte damit dem negativen Trend der vergangenen Jahre. Aktuell werden 39 Kliniken mit 11.811 Betten und Plätze an 31 Standorten vorgehalten.

In den ersten drei Monaten des laufenden Geschäftsjahres wurden 179,2 Mio EUR investiert (+640 %). Davon flossen 157,2 Mio EUR in das Anlagevermögen der neuen Kliniken und 19,8 Mio EUR in Ausbaumaßnahmen bestehender Verbundkliniken. Da die operative Stärke des Unternehmens nicht langt um Investitionen in dieser Größenordnung zu stemmen, nahm man Schulden in Höhe von 80,2 Mio EUR auf. Dadurch stieg die Nettoverschuldung um satte 36 % auf 303,8 Mio EUR. Die Eigenkapitalquote fiel von 48,9 auf 41,8 %. Der Rhön-Vorstand um Eugen Münch bestätigte die 2005er Prognose von 1,4 Mrd EUR Umsatz und einem Überschuss von 80 Mio EUR (nach Anteilen Dritter).

Kommentar: Auf dem derzeitigen Kursniveau von 50 EUR ist die Aktie mit etwa dem 9-fachen operativen Cashflow bewertet. Das ist immer noch günstig. Die Ergebnisprognose steht allerdings unter dem Vorbehalt, dass die Entgeltverhandlungen im Zuge der Einführungsphase des Fallvergütungssystems (DRGs) bis Herbst einvernehmlich abgeschlossen werden. Die Differenzen mit dem Kartellamt werden vor Gericht ausgefochten. Positiv - zur ordentlichen HV wurde eine Verdoppelung des Grundkapitals auf 51,84 Mio EUR aus Gesellschaftsmitteln angekündigt. Altaktionäre erhalten für je eine Stamm-, oder Vorzugsaktie eine Gratisaktie. Die Vorzüge sollen anschließend in Stämme gewandelt werden. Die Liquidität der Aktie wird damit deutlich erhöht. 90 % der Anteilseigner müssen zustimmen.

Q1/2005 * Veränderung zu Q1/2004
Umsatz340,7 Mio EUR37 %
EBIT34 Mio EUR14,5 %
operativer Cashflow38,8 Mio EUR36 %
Bilanzsumme1,42 Mrd EUR22 %
Finanzschulden127,6 Mio EUR139 %
Eigenkapital592,3 Mio EUR4,1 %
Eigenkapitalquote41,8 %von 48,9 %
EPS0.81 EUR14 %

 
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