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30.06.05 - Mit 97,4% und 99,75% stimmten die Hauptversammlungen von Royal Dutch Petroleum Co. und der Shell Transport & Trading Co. der Vereinigung der britischen und niederländischen Holding zu. Seit knapp 100 Jahren agiert die Gruppe in einer Doppelstruktur, welche auf die Allianz der niederländischen Ölhandelsfirma Royal Dutch unter Henri Detering und der 1892 ins Ölgeschäft eingestiegenen Shell zustande kam. Neben einer kriminellen Führungsspitze wurde auch das intransparente Konstrukt, an dem die Holländer mit 60% und die Briten mit 40% beteiligt sind für das Reservendesaster aus dem Jahre 2004 verantwortlich gemacht. In Zukunft wird es nur noch eine Royal Dutch Shell Plc als AG britischen Rechts geben. Aus steuerlichen Gründen ist der Firmensitz Den Haag. Auch die Unterteilung in A-, und B-Aktien hat steuerliche Gründe bezüglich der Dividendenzahlung in EUR bzw. Pfund. Beide Aktiengattungen sind aber ansonsten identisch. Royal Dutch Shell Plc wird mit etwa 9% im britischen Leitindex FTSE-100 gewichtet sein. Aus dem Euro Stoxx 50 wird das Unternehnmen ausscheiden.
Der Handel in Aktien der neuen Royal Dutch Shell Plc soll am 20. Juli beginnen. Bei Kursen um die 52 EUR liegt die Marktkapitalisierung bei etwa 105 Mrd EUR. Bei einer konservativen Gewinnprognose von 3,8 EUR je Aktie in 2006 ergibt sich ein KGV von 13,7. Der Umsatz sollte bei etwa 240 Mrd EUR liegen. Die Dividendenrendite beträgt aktuell 3,5%.
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16.06.05 - E.ON verkauft die Ruhrgas Industries GmbH für rund 1,5 Mrd EUR an das europäische Beteiligungsunternehmen CVC Capital Partners. Davon entfallen knapp 1,2 Mrd EUR auf den Erwerb des Eigenkapitals und rund 0,3 Mrd EUR auf die vom Käufer zu übernehmenden Nettofinanzschulden und Rückstellungen. Aus dem Verkauf erwartet E.ON einen Buchgewinn in der Größenordnung von rund 600 Mio EUR, der nach US-GAAP als Ergebnis aus nicht fortgeführten Aktivitäten (discontinued operations) ausgewiesen wird. Für den Vollzug der Transaktion, der voraussichtlich bis Ende August 2005 erfolgen soll, ist die Freigabe durch die Kartellbehörden und die Zustimmung der E.ON-Aufsichtsgremien erforderlich. Die Ruhrgas Industries-Gruppe ist in den Geschäftsbereichen Mess-/Regeltechnik und Industrieofenbau weltweit führend. Im Geschäftsjahr 2004 erzielte die Gruppe einen Umsatz von rund 1,4 Mrd EUR.
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13.06.05 - Fünf Jahre nach dem Börsengang ist die Deutsche Post nicht mehr mehrheitlich im Staatsbesitz.
Die KfW Bankengruppe hat im Rahmen eines beschleunigten Bookbuilding-Verfahrens 126,5 Mio Post-Aktien zu je 18,90 EUR verkauft. Dies entspricht einem Gesamtwert von rund 2,4 Mrd EUR. Der Streubesitz der Deutschen Post AG erhöht sich dadurch auf 55,3%, der Anteil der KfW liegt nun bei 37,4%. Der hohe Staatsanteil war immer wieder als Argument von konservativen Kräften gegen Übernahmen ausländischer Unternehmen durch die Deutsche Post ins Feld geführt wurden.

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