Q U A N T I C O
  
 

22-08-08 - Der Umsatz der SEMPERIT-Gruppe stieg im ersten Halbjahr 2008 um 7,5% auf 326 Mio EUR, das EBIT um 12% auf 33 Mio EUR. Die Division Sempermed (Latexhandschuhe) verbuchte trotz hoher Umrechnungsverluste aufgrund des schwachen USD ein Umsatzwachstum von 3% auf 111 Mio EUR. Das Vorsteuerergebnis verbesserte sich um 16% auf 6,4 Mio EUR. Semperflex (Hydraulikschläuche, Verschleißschutzplatten) steigerte den Umsatz um 6,7 % auf 89 Mio EUR, das EBT lag mit 11,3 Mio EUR 5,8% höher. Semperform (Handläufe, Seilbahnringe, Skifolien, Fensterdichtungen) erzielt ein Umsatzwachstum von 8,4 % auf 60,3 Mio. EUR. Das EBT legte um 10% auf 9,2 Mio EUR zu. Bei Sempertrans (Transportbänder) kletterten die Umsätze 16% auf 65,5 Mio EUR, das EBT um 27% auf 7,5 Mio EUR. Die zentrale Herausforderung der kommenden Monate wird es sein, die außerordentlichen Belastungen aufgrund weiter massiv steigender Rohmaterialpreise bestmöglich abzufedern, so das Unternehmen. Insgesamt bleibt man zuversichtlich, auch im schwierigen Geschäftsjahr 2008 zufriedenstellende Ergebnisse erwirtschaften zu können.

Wir erhöhen unsere EPS-Schätzung für das laufende Geschäftsjahr um 10 Cent auf 1,70 EUR je Aktie. Grund ist die Stabilisierung im Finanzergebnis, welches im ersten Quartal durch Abschreibungen auf Kapitalanlagen belastet war. Dass die Preise auf der Beschaffungsseite in dieser Geschwindigkeit weiter steigen, ist unwahrscheinlich. Im Gegenteil, die nachlassende Konjunktur wird einige Übertreibungen abbauen helfen.

 

 

06-08-08 - Bisher konnte der Mannheimer Schmierstoffhersteller Fuchs Petrolub die Explosion des Rohölpreisses recht gut wegstecken. In Q2 kletterte der Umsatz um 6% auf 368 Mio EUR. Das EBIT lag mit 49,7 Mio EUR knapp 1% unter dem des Vorjahres. Aufgrund einer niedrigeren Steuerquote und des fortgeführten Aktienrückkaufprogrammes stieg der Quartalsgewinn um 11% auf 1,32 EUR je Stammaktie. Auf Halbjahresbasis stieg der Bruttocashflow auf 71,2 Mio EUR (66,9). Wie befürchtet halbierte sich der Cashflow aus dem laufenden Geschäft auf 20,5 Mio EUR. Die erwirtschafteten freien Mittel lagen bei 3,4 Mio EUR (25). Der Aufwand für den Aktienrückkauf wurde direkt mit dem Eigenkapital verrechnet, was zu einem Rückgang der Eigenkapitalquote auf 42% führte.

Für 2008 bekräftigte das Unternehmen seine Prognose. Man wird sowohl bei Umsatz, EBIT und EPS gegenüber dem Vorjahr zulegen. Die Nachfrage auf dem globalen Schmierstoffmarkt wird in 2008 zwischen 0,5-1% wachsen. FUCHS wird weitere 70 Mio EUR in die Schaffung zusätzlicher Kapazitäten in den Wachstumsmärkten Brasilien, China und Indien investieren. Im Herbst 2008 erfolgt die Eröffnung des neuen Schmierstoffwerks in Schanghai. Darüber hinaus werden die Standorte Mannheim und Kaiserslautern erweitert bzw. modernisiert.

 

 

31-07-08 - Im zweiten Quartal setzte die Post mit 14 Mrd EUR knapp 4% mehr um. Das EBIT kletterte überproportional um 9% auf 497 Mio EUR. Durch das schlechte Finanzergebnis (u.a. Wertberichtigungen bei der Postbank) schrumpfte der Quartalsüberschuss des gelben Riesen um 9% auf 267 Mio EUR. Abzüglich Minderheiten ergibt sich ein Konzernergebnis von 254 Mio EUR oder 21 Cent je Aktie (-13%). Die Nettofinanzverschuldung kletterte seit dem Jahreswechsel um 30% auf 3,93 Mrd EUR. Die Eigenkapitalquote schrumpfte von 31,4 auf 28,7%. Hierin spiegelt sich auch das Express-Desaster in Ubersee wieder. Die Kooperation mit UPS als Problemlösung erscheint nicht gerade überzeugend. Neben den überwiegend trüben Tatsachen hat sich die Briefsparte nach der vollständigen Liberalisierung des deutschen Marktes erstaunlich robust gezeigt. Sowohl Umsatz und EBIT konnten leicht zulegen. Das Management rechnet für das Gesamtjahr weiterhin mit einem Konzernüberschuss von 1,65 EUR je Aktie, wie üblich vor sogenannten Einmaleffekten an denenen es bei der Post noch nie gemangelt hat.

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